Gastrezension zu "Ich.Darf.Nicht.Schlafen."

Diese Gastrezension wurde von Hannes Janßen geschrieben. Danke dir dafür! :)

(c) by Fischer SCHERZ Quelle




In dem Buch geht es um eine Frau namens Christine die ihre Erinnerung seit einem Autounfall immer wieder verliert, sobald sie einschläft. 
Jedes mal wenn sie aufwacht, kann sie sich an nichts mehr erinnern. Sie kennt weder ihren Namen, noch die Identität der Menschen, die sie liebt. Ihre gesamten Erinnerungen werden jedes mal über Nacht ausgelöscht. 
Christine lebt von Tag zu Tag und muss jeden morgen aufs Neue feststellen, das sie inzwischen 47 statt 25 Jahre alt ist und jeden Tag neben einem Mann aufwacht mit dem verheiratet ist. 
Er heißt Ben. Wäre dieser Schock des täglichen Nichtwissen über ihre eigene Identität noch nicht genug, wird sie auch noch von einem Psychologen angerufen, der ihr erzählt, dass er sie schon lange betreut und sich mit ihr treffen möchte. 
Christine kann sich natürlich an keinen Pychologen erinnern, trifft sich aber trotzdem mit ihm. Er berichtet ihr von ihrer Therapie. Sie führt ein Tagebuch, in das sie ihren Tag genau festhält. Damit Christine das Tagebuch schreiben kann, wird sie jeden Tag von ihm angerufen und daran erinnert. 
“Vertraue Ben nicht!”. Das ist der erste Satz im Tagebuch Christines. Es beginnt eine von Verzweiflung und Misstrauen geprägte Reise in die Welt der Erinnerungen und der Menschlichen Psyche. Ohne Erinnerung sind wir nichts.


Das Cover fällt durch seine Gestaltung auf. Es ist in einem angenehmen hellen Blauton gehalten, der gleich ins Auge springt. 
Der Titel geht dabei von der oberen Mitte und verläuft dann immer abgedrehter und kurviger nach unten. 
Es wirkt schon fast etwas “twisted” und abgedreht. 
Wenn man den Inhaltstext des Buches liest und sich dann das Cover anguckt, kann man schon eine gewisse Verbindung zwischen Cover und Inhaltsangabe aufbauen, die sehr an den gewundenen und verunsicherten Menschenverstand erinnert.



Als ich den Titel und den Text auf der Rückseite gelesen hab, war ich gleich wie in einen Bann gezogen. 
Das Buch versprach wirklich spannend zu werden. Verschiedene Gastkritiken, unter anderem von Tess Gerritsen: “Schlicht und einfach der beste erste Thriller, den ich jemals gelesen hab”. Unterstützten meinen ersten Eindruck noch weiter. 
Mit großen Erwartungen an einen Hammer Thriller kaufte ich also das Buch. Aber ich wurde leider schnell etwas enttäuscht. Das Buch ist zwar gut und verständlich geschrieben, doch streckt es sich meiner Meinung nach unfassbar in die Länge. Ich habe einen packenden Thriller erwartet. 
Es wird nur interessant wenn sie das Tagebuch weiter liest und so wieder neue Dinge aufgedeckt werden. Aber eine wirkliche Spannung, das man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte, kam leider nie auf. Zeitweise musste ich mich sogar zwingen weiterzulesen. 
Das liegt zum einem an dem zähen auseinander Strecken einzelner Story Elemente und zum anderen daran, das die Geschichte doch etwas zu sehr durchschaubar ist. 
Es kam leider nicht der Nervenkitzel auf, den ich von einem so in die Höhe gelobten Thriller erwarte. Ein Pychothriller ist anders. Es ist kein schlechtes Buch, jedoch erfüllt es die Erwartungen, die Cover + Inhaltsangabe erschaffen nicht.


Das Buch bekommt von Hannes 4 Bookie-Monster.


4 von 6 Bookie-Monster

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