Rezension zu "Mein perfekter Sommer"

Copyright des Covers by cbj

Um vor der Realität zu fliehen, dass ihre Eltern sich scheiden lassen könnten und um nicht der nervigen Oma ausgeliefert zu sein, fährt Jenna über die Sommerferien nach Kanada zu ihrer Patentante Susie. In der Kleinstadt Stillwater geht es ganz anders zu, als es die leidenschaftliche Umweltschützerin und Green Teen Mitgleid gewöhnt ist. Hier haben die Bewohner keinen Sinn für kostspieligen Umweltschutz und auch der Kontakt zu den anderen Jugendlichen ist nicht so einfach. Vor allem die Stieftochter von Susie, Fiona, scheint sie nicht zu mögen.
Mit der Zeit entwickelt sich dann doch eine Freundschaft zwischen Jenna und den anderen Jugendlichen Ethan, Reeve und Grady. Auch ihre Ansichten über den Umweltschutz ändern sicht mit der Zeit...


Das Cover ist sehr hübsch und passt gut zum Inhalt der Geschichte. Auch die Aufteilung gefällt mir gut, oben das Bild von zwei Jugendlichen, Wanderschuhen und Paddel und unten der Titel und der Name der Autorin. Der violett unterlegte Titel hebt sich gut ab und sticht ins Auge. Was mir nicht gefällt ist der deutsche Titel. "Mein perfekter Sommer" klingt nicht sehr aussagekräftig, da finde ich wie so oft den englischen Titel "Boys, Bears, and a serious pair of hiking boots" weitaus passender und auch viel interessanter.


"Mein perfekter Sommer" ist aus der Sicht von Jenna in der Ich-Form geschrieben. Hab ich schonmal erwähnt, dass ich ein Fan davon bin, wenn Bücher aus der Ich-Perspektive erzählt werden?
Nein? Naja dann wisst ihr das ja jetzt. ;) :D

Der Schreibstil gefällt mir gut, er ähnelt dem von Simone Elkeles. Die Gedanken von Jenna kommen nicht zu kurz und man kann sich gut in sie hinein versetzen.
Man fühlt mit ihr mit als sie nicht so recht Anklang an die Gruppe um Fiona, Ethan, Grady und Reeve findet.

Doch schon zu Beginn, wo sie den ersten Abend mit Fiona zum See geht, wird die Story ziemlich voraussehbar.
Eigentlich gibt es solche Geschichten ja schon oft, aber das Thema Umweltschutz frischt die ganze Sache auf. 

Die Charaktere sind gut herausgearbeitet, lediglich der Mann von Jennas Patentante kommt meiner Meinung nach zu kurz. Über ihn bekommt man so gut wie keine Informationen. 
Fionas Entwicklung von der zickigen Stieftochter zur zahmen Freundin von Grady ist gut gelungen. Auch Jennas daheimgebliebene, beste Freundin Olivia macht eine große Entwicklung durch. 

Abby McDonald spricht auch Themen wie Homosexualität an, was durchaus öfter vor allem in Jugendbüchern vorkommen darf. Denn in der heutigen Zeit darf das einfach kein Tabuthema mehr sein und gehört schon längst zum Alltag dazu.



"Mein perfekter Sommer" hat mehr sehr gut gefallen. Da mir die Geschichte aber zu vorhersehbar war, bekommt es einen Bookie-Monster weniger.
Fans von Simone Elkeles Büchern kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Aber auch allen anderen die gerne seichte und romantische Jugendbücher lesen.

5 von 6 Bookie-Monster



Kommentare:

  1. Hi Ninjutsu, ich bin grad über Wölkchens Aktion auf deinen Blog gestoßen, schön hast du es hier. Und das Bookie-Monster ist ja toll! :-)

    Hm, schade dass die Geschichte vorhersehbar ist, trotzdem klingt es nach einer schönen Sommerlektüre.

    Liebe Grüße
    Friedelchen

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    1. Dankeschön! :) Also eine schöne Sommerlektüre ist es auf jeden Fall.

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