Filmkritik zu "Systemfehler - Wenn Inge tanzt"

Bildquelle: bravo.de (c) by 20th Century Fox



Als der Gitarrist ihrer Band Systemfehler sich bei einem Gig an den Händen verletzt und somit beim Gig mit Madsen, ihrer großen Chance einen Plattenvertrag zu bekommen, nicht spielen kann muss sich Bandleader Max (Tim Oliver Schultz) etwas einfallen lassen.
Als beim Casting niemand dabei ist, der infrage kommen könnte, schlägt Max Onkel Herb (Peter Krause) die Ökotussi Inge vor und meint, dass ausgerechnet sie die perfekte Gitarristin wäre.
Blöd nur das Inge (Paula Kalenberg) nicht gerade gut auf die Jungs zu sprechen ist, da diese einen nicht ganz so netten Song über sie geschrieben haben.
Mit einigen Bedingungen, dass u.a. der Song "Wenn Inge tanzt" nicht gespielt werden darf willigt sie ein. Doch ausgerechnet diesen Song will der Plattenboss auf jeden Fall hören.







Die "Ökotussi" Inge wird von Paula Kalenberg gespielt. Die Rolle verkörpert sie sehr gut, man nimmt ihr ab das sie ein weltverbesserndes in Ökofummeln rumlaufendes Mädchen ist. Sie nimmt dabei nicht die Rolle des Opfers ein, sondern ist selbstbewusst und kontert auch gerne.

Tim Oliver Schultz stellt den arroganten Punkrocker und Frontman Max dar. Natürlich kauft man ihm sein hartes Getue nicht so richtig ab. Er ist eben einfach noch ein Teenager der noch zur Schule geht. Aber auch Jimi Blue Ochsenknecht konnte man seine Rolle als krasses Gangmitglied nicht abkaufen. Nun ich denke um Glaubwürdigkeit geht es in Teeniefilmen in erste Linie auch erstmal gar nicht. Ich finde, dass Tim Oliver Schultz seine Rolle als Max trotzdem gut verkörpert.

Wir vollen diesmal aber nicht nur über die Hauptrollen reden sondern auch über die Nebenrollen.

Da wäre zum einen Peter Kraus der den Onkel Herb spielt, Max Onkel. Onkel Herb war erfolgreich Schlagersänger und ist nun quasi im Ruhestand und lässt seinen Neffen bei sich wohnen und ist für ihn da. Um Peter Kraus in dieser Rolle zu entdecken, muss man zweimal hinsehen. Denn mit langen Haaren erkennt man ihn fast gar nicht und das er mal so eine Rolle spielen sollte hätte ich auch erst nicht gedacht. 
Aber er spielt seine Rolle wirklich gut.

Tino Mewes spielt den Keyboarder Fabio der Band, der meist mit irgendwelchen Drogen zu gedröhnt ist. Dieser Charakter bringt Witz und frischen Wind in die Story.  Er spielt seine nicht ganz so einfache Rolle wirklich grandios.

Dann haben wir noch Joscha, den Gitarristen der Band, der sich beide Hände verletzt, gespielt von Constantin von Jascheroff. Joscha ist ein wenig egoistisch und fühlt sich von seinen Bandmitgliedern vernachlässigt. 

Der Schlagzeuger der Band wird von Thando Walbaum gespielt. Lukas leidet ein bisschen unter Lampenfieber und sorgt zusammen mit Fabio für Lacher.

Zuletzt soll noch der Hausmeister der Schule erwähnt werden. Dieser wird von dem bekannten Schauspieler Jürgen Tarrach gespielt.



Die Story fängt quasi mit dem Höhepunkt, der Katastrophe an, die Geschichte wird dann natürlich von Anfang an erzählt, sodass der Zuschauer nachvollziehen kann wie es zu der "Katastrophe" gekommen ist. 
Dabei wird man gleich zu Anfang gut unterhalten und der Film bekommt gleich seine ersten Lacher. 

Man darf nicht vergessen, dass das Ganze eine Teeniekomödie ist und somit die Zielgruppe im Alter von 12-16 Jahren liegt. Diese Altersgruppe wird ganz bestimmt von dem Rocker Max sehr fasziniert sein und ihm die Rolle auf jeden Fall abkaufen. 

Es wird viel nackte Haut gezeigt, was für einen Teeniefilm eher untypisch ist und es sich nur schwer nachvollziehen lässt wieso der Film eine Altersfreigabe ab 6 Jahren bekommen hat.

Der Film erinnert stark an "Groupies bleiben nicht zum Frühstück". Die Songs sind ein echter Ohrwurm, erinnern mich aber von der Melodie sehr stark an Songs von Madsen. Wahrscheinlich ist es teilweise sogar dieselbe Melodie. Die Band Madsen hat sogar auch einen kleinen Auftritt im Film, was die ganze Story wieder etwas glaubwürdiger macht. 

Im Gegensatz zu anderen Teeniefilmen wie "Sommer" oder "Gangs" fand ich die Story zu oberflächlich. Die Liebe zwischen Max und Inge kommt einfach zu plötzlich. Es gibt keine wirklichen Gespräche zwischen den Beiden, in denen man irgendeine Zuneigung von einer Seite merkt.
Aber wie sagt man so schön? Was sich neckt das liebt sich! Und das trifft in diesem Fall dann doch definitiv zu.


Alles in allem ist es ein unterhaltsamer Teeniefilm, der leider ein bisschen zu oberflächlich ist. Für Fans von "Groupies bleiben nicht zum Frühstück" ein absolutes Muss.


5 von 6 Popcornboxen



Kommentare:

  1. Der zweite Teil ist wohl fast der Spannendste ;)

    Irgendwie reizt mich der Film so gar nicht... Soll ja aber anscheinend gut sein ;)

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    1. Es ist eben ein typischer Teeniefilm, entweder man mag Teeniefilme oder eben nicht. :D ;)

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