Filmkritik zu "Da geht noch was"

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Conrad hatte wirklich keine besonders schöne Kindheit. Alles war gemacht und erreicht hat war nicht gut genug für seinen Vater Carl. 
Deswegen möchte Conrad auch so weit weg wie möglich von seinen Eltern und ein ruhiges Leben mit seiner Frau Tamara und seinem Sohn Jonas verbringen.
Als dann das alljährliche Geburtstagstreffen ansteht überrascht seine Mutter Helene ihn mit der Neuigkeit, dass sie sich von seinem Vater getrennt hat. 
Gezwungenermaßen muss sich Conrad zusammen mit seinem Sohn Jonas um seinen Vater kümmern, der in Selbstmitleid badet.


Conrad wird von Florian David Fitz gespielt. Bereits in "Vincent will meer" hat der Schauspieler gezeigt, dass er auch schwierige und gefühlvolle Rollen sehr gut darstellen kann und glänzt auch hier in der Rolle des Conrad.
Conrads Sohn Jonas, gespielt von Marius Haas, ist eigentlich ganz der Papa in jungen Jahren. Marius Haas spielt die Rolle wirklich gut, ich bin gespannt in welchen Filmen wir ihn demnächst noch so sehen werden.
Henry Hübchen spielt den egozentrischen Vater Carl, der aber auch seine liebevollen Seiten hat. Carl wandelt sich im Film vom egozentrischen Ehemann zum liebevollen Großvater.
Carls Frau Helene wird von Leslie Malton gespielt. Ihre Rolle bleibt aber eher blass. Was unter anderem auch daran liegt das ihr Rollenanteil nicht so groß wie bei Hübchen, Fitz und Haas ist.
Thekla Reuten die auch an der Seite von George Clooney in "The American" zu sehen war spielt Conrads Frau, die bis zur Mitte des Films ein wenig unsymphatisch wirkt, man zum Ende hin aber auch ihre liebenswerten Seiten kennen lernt.


Am Anfang war ich sehr skeptisch und dachte das der Film eher langweilig sein würde. Doch er hat mich vom Gegenteil überzeugt. "Da geht noch was" ist zwar eher ein Drama als eine Komödie, aber die Lachmuskeln kommen bei diesem Film wirklich nicht zu kurz. Dabei werden die ernsten Themen um die es geht aber nicht ins lächerliche gezogen, sondern sehr gefühlvoll und ernst behandelt. 
Es ist ganz gewiss kein "Hei tie tei, ach ist das alles witzig, Friede, Freude, Eierkuchen"-Filmchen, sondern ein wunderschönes Drama mit einigen lustigen Momenten. 


Ein gefühlvolles Drama mit lustigen Szenen und großartigen Schauspielern. Ein muss für jeden der deutsche Filme liebt und auch für diejenigen, die erst von der Qualität deutscher Filme überzeugt werden müssen.

6 von 6 Popcornboxen


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