Rezension zu "Ein Fest im Sommer"

Copyright by Page & Turner
Kate hat den Krebs besiegt und feiert mit ihren sechs Freundinnen Caroline, Daria, Sara, Hadley, Marion und Ava in ihrem Garten aus diesem Anlass ein Fest. 
Kates Tochter Robin schenkt ihr eine Rafting Tour durch den Grand Canyon. Kate ist skeptisch und möchte so eine Tour lieber nicht machen. Doch ihre Freundinnen versuchen sie zu überreden diese Tour zu machen. Sie verspricht diese Reise zu machen, wenn jede der sechs Freundinnen auch etwas tut, was sie so nie tun würden. Allerdings darf Kate aussuchen was jede Einzelne von ihnen machen muss, damit Kate am Ende mit ihrer Tochter auf Rafting Tour geht.

Ich finde das Cover auf jeden Fall sehr ansprechend, durch die hellen Farben wirkt es sehr fröhlich. Allerdings passt es eher nicht zum Inhalt des Buches, da nicht das Fest im Vordergrund steht, sondern viel mehr die einzelnen Geschichten der Frauen. Das englische Cover ist zwar schon ein bisschen ähnlich, jedoch kann man damit mehr mit dem Inhalt verbinden als beim Deutschen. Auch der deutsche Buchtitel ist nicht so glücklich gewählt, zwar ist das Fest der Grund dafür, dass die sieben Frauen etwas bestimmtes tun müssen, aber es steht nicht im Mittelpunkt der Geschichte.
Da passt der englische Originaltitel mal wieder leider deutlich besser. "Joy for Beginners" heißt übersetzt soviel wie "Freude für Anfänger" und das passt schon sehr gut wenn man die einzelnen Geschichten jeder Frau genauer betrachtet. 

Das Buch beginnt mit einem Prolog bei Kates Fest. Danach hat jede der sieben Frauen ein eigenes Kapitel, in denen wir genauere Einblicke in ihre Gefühlswelt, ihre Vergangenheit und ihre momentane Situation bekommen. Wir erfahren auch wieso Kate gerade diese Aufgabe der Freundin gegeben hat.

Alle Kapitel sind in der Sie-Form geschrieben und lange Sätze dominieren den Schreibstil. 
Diese teilweise wirklich langen Sätze machen teilweise das flüssige Lesen etwas schwierig, vor allem wenn man sehr lange Sätze mit vielen Verschachtelungen nicht gewohnt ist. 
Ist man am Ende eines Satzes angekommen, kann es schonmal sein das man den Anfang schon wieder vergessen hat und den Zusammenhang nicht versteht. Man muss also sehr wachsam lesen.

Leider vermittelt der Klappentext ein etwas anderes Bild vom Inhalt des Buches. Die Freundinnen schmieden nämlich eigentlich keine Pläne und die Aufgaben die Kate ihren Freundinnen gibt sind auch nicht unbedingt alle aufregende, verrückte, außergewöhnliche Unternehmungen oder Abenteuer, einige Aufgaben sind nämlich eher sehr simpel und auch leicht umzusetzen. Sie erfordern lediglich etwas Überwindung von den Frauen. 

Mit jedem beendeten Kapitel lernt man die Verbindungen zwischen den Frauen immer besser kennen. Die Geschichten sind alle sehr tiefgründig, wobei man sich bei manchen ein paar Seiten mehr gewünscht hätte, weil man das Gefühl hatte die Person gerade erst kennen zu lernen und auch zu verstehen, wo das Kapitel dann aber leider schon vorbei war.

Ein sehr tiefgründiger Roman, der zum Nachdenken anregt, der einem aber auch das ein oder andere Lächeln aufs Gesicht zaubert. Ein Roman der für mich aus der Masse heraussticht und der für mich einen bleibenden Eindrück hinterließ.

5 von 6 Bookie-Monster


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Los macht mich glücklich und hinterlasst einen Kommentar, eure Gedanken oder konstruktive Kritik. :)