Rezension zu "Ghostman"

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Der Ghostman Jack Delton wird von Marcus beauftragt Jerome Ribbons zu suchen, der mit der Beute vom Überfall auf den Geldtransport eines Casinos verschwunden ist. Da dass Geld aber gesichert ist und nach 48 Stunden unbrauchbar wird, muss sich Jack beeilen. Hätte Jack den Banküberfall den sie in Kuala Lumpur durchziehen nicht vermasselt, wäre er Marcus nichts schuldig und müsste diesen heiklen Auftrag nicht ausführen.
Bei seinen Recherchen findet er heraus, dass noch eine dritte Person seine Finger mit im Spiel gehabt hatte...


Das Cover ist insgesamt eher in Grautönen gehalten, lediglich der Titel leuchtet einem in grün entgegen, das nochmal durch die aus dem Buchdeckel erhobene Prägung verstärkt wird. 
Man sieht zwei dunkle Gestalten die in Anzüge gekleidet sind, der eine geht ganz normal und der andere rennt. Ich glaube das es sich bei den zwei Gestalten um dieselbe Person handelt. 
Der Titel wurde vom englischen Original übernommen, dass finde ich gut, denn einen besseren Titel wird man wahrscheinlich sowieso nicht finden, denn Ghostman klingt sehr interessant und da man sich im ersten momentan nichts genaues darunter vorstellen kann, wird man das Buch in die Hand nehmen und den Klappentext lesen um mehr zu erfahren.


Die Story fängt mit einem Prolog an, in dem geschildert wird, wie Hector und Jerome den Überfall auf den Geldtransporter ausführen und dann eine böse Überraschung erleben.
Ich war sehr froh als die Story dann in der Ich-Form des Jack Deltons weiter ging, denn den Prolog fand ich schon etwas anstrengend zu lesen.
Die Story ist durchweg spannend und man erfährt vieles über die "Arbeit" eines Ghostman und anderen Kriminellen die so an einem Überfall beteiligt sind. Manches ist für einen Laien und der sich auch sonst nicht mit der Materie beschäftigt, nicht so leicht verständlich. Auch für jemanden der sich nicht mit Waffen beschäftigt, ist es schwer eine Vorstellung zu bekommen, wenn mal wieder eine spezielle Marke genannt wird.
Ich hätte so ein kleines Wörterlexikon am Anfang oder am Ende noch ganz nett gefunden, wo man diverse Begriffe nochmal hätte nachschlagen können. Da die gesamte Story, bis auf den Prolog, aus der Sicht des Ghostman geschrieben ist, wird natürlich überwiegend im "Gangster-Slang" erzählt und auch wenn ich schon viele Actionfilme und Thriller gesehen habe, waren mir einige Sachen noch unbekannt.
Man erfährt wie ein Ghostman es schafft sich in sehr kurzer Zeit in eine andere Person zu verwandeln, dabei passt er nicht nur sein Aussehen an, sondern auch Mimik, Gestik den Gang und die Sprechweise. Das ist ziemlich interessant und wird im Buch auch sehr gut beschrieben.
Ab und zu gibt es auch Kapitel in der in einer Rückblende von dem gescheiterten Banküberfall in Kuala Lumpur erzählt wird.
Bis kurz vorm Ende der Story wird immer mehr Spannung aufgebaut, leider ebbt diese ungefähr 30 Seiten vor dem Ende ziemlich ab, da sie ab da etwas voraussehbar wird. Leider erwartet einen am Ende nicht der gewünschte Höhepunkt der Story.
Darüber kann man aber hinweg sehen, da der Rest wirklich großartig ist. 
Was mich interessieren würde woher der erst 24-jährige seine Informationen für das Buch her hat. Das Hobbs von Warner Bros. für ein Projekt als Drehbuchautor verpflichtet wurde, wundert mich nicht, denn diesen Roman könnte ich mir auch sehr gut als Film vorstellen.
Wie es aussieht wird es auch eine Fortsetzung zu "Ghostman" geben, darauf bin ich sehr gespannt.


"Ghostman" ist ein actiongeladener Thriller mit viel Spannung, der Lust auf mehr macht. Roger Hobbs gelingt es einen in den Bann der Ghostmänner, Wheelmänner und anderer Kriminellen zu ziehen.


5 von 6 Bookie-Monster
Das Buch wurde mir netterweise von Sarah von "Sind wir nicht alle ein bisschen Rawr" zum Rezensieren zugeschickt und ist ein Leseexemplar vom Goldmann Verlag.

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